Ein Bericht zum Vortrag von Dr. Patricia K. Coyle aus Stony Brook/USA Kopf aus Faeden – welche Vorboten der MS gibt es

Vorboten der Multiplen Sklerose

Ein Bericht zum Vortrag von Dr. Patricia K. Coyle aus Stony Brook/USA

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Vorboten der Multiplen Sklerose

Die Multiple Sklerose entwickelt sich nicht schlagartig, sondern langsam schleichend. Wenig beachtet wird dabei bisher, dass es Vorboten der Krankheitsmanifestation gibt, berichtete Professor Dr. Patricia K. Coyle aus Stony Brook/USA während eines Satellitensymposiums von Sanofi Genzyme beim 34. Kongress des „European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis“ (ECTRIMS) in Berlin.

Schleichende Entwicklung der Multiplen Sklerose

Die Prodromi können laut Coyle bereits Jahre vor der späteren Diagnose auftreten.1 Es kann zum Beispiel zu einer kognitiven Dysfunktion kommen, zu einer Fatigue und zu anderen Veränderungen, die nicht primär als Symptom einer beginnenden MS erkannt werden, jedoch schon im Vorfeld den sich entwickelnden Krankheitsprozess anzeigen.2,3 Dafür sprechen auch Beobachtungen, dass Menschen mit einer späteren MS in den letzten fünf Jahren vor der Diagnosestellung vermehrt Leistungen des Gesundheitssystems in Anspruch nehmen.4

Prodromi bis zu zehn Jahre vor der Diagnosestellung

Das Auftreten von Prodromi der Multiplen Sklerose kann möglicherweise genutzt werden, um die Diagnose früher zu stellen und damit auch früher eine effektive Therapie einleiten zu können, betonte die Wissenschaftlerin. Denn die Analyse der Daten von mehr als 10.000 Patienten mit Multipler Sklerose und der Vergleich mit einem gesunden Kollektiv haben nach ihren Worten gezeigt, dass bis zu zehn Jahre vor der Diagnosestellung für die späteren MS-Patienten ein signifikantes Risiko für die Entwicklung von neurologischen wie auch nicht-neurologischen Symptomen besteht.5

MS Ikon Referenzen

Referenzen

  1. Giovannoni G et al., Mult Scler Relat Disord 2016; 9 Suppl 1: S5–S48

  2. Cortese M et al., Ann Neurol 2016; 80: 616–624

  3. Giovannoni G et al., Lancet Neurol 2017; 16: 413–414

  4. Wijnands J et al., Lancet Neurol 2017; 16: 445–451

  5. DiSanto G et al., Ann Neurol 2018; 83: 1162–1173

 

Quelle

Symposium Switching MS Treatments: patient trajectory, prior response and real world evidence to inform decision-making” beim 34. Kongress des European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis“ (ECTRIMS) in Berlin

GZDE.MS.19.03.0190

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